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Hannoversche Stadtbahnwagen für Houten
Im Laufe des Jahres 2000 wurde klar, daß die HTM in Auftrag der Niederländische Staatsbahnen NS auf dem Trajektabschnitt Houten - Houten Castellum fahren wurde. Auf der Suche nach geeignete Straßenbahnen kam man in Hannover, wo man einige Dutzende Stadtbahnen zu verkaufen hatte. Dieser Wagentyp schien geeignet und man entschloss sich einen Stadbahnwagen zu kaufen von der Üstra, dem Hannoverschem ÖPNV-Unternehmen. 1. Teil:
6021
In der Nacht vom 1. auf 2. September 2000 traf in Unwetter der erste Stadtbahnwagen aus Hannover in Den Haag ein. Der 6021 hatte noch seine Hannoversche Farben und war auch technisch noch ungeändert.  
Monate von Änderungsarbeiten folgten. Der Wagen mußte ja geeignet sein um auf Eisenbahnschienen zu fahren, wo es eine ganz andere Technik gibt als auf dem Hannoverschen Straßenbahnnetz. Eine der wichtigsten Änderungen, Anpassung für 1500 Volt Fahrdrahtspannung, wurde jedoch noch nicht durchgeführt. Mittels eines mobilen Unterstations wurde die Stromversorgung in Houten auf 750 Volt umgestellt. Während dieser Arbeiten weilte der 6021 in der HTM-Zentralwerkstatt.
Bildseite 6021 im HTM-Zentralwerkstatt
Auch während dieser Periode wurde der 6021 gelb lackiert und von NS-Logos versehen. Am 1. Dezember 2000 machte die gelbe 6021 seine erste Probefahrt. Die wurde beigewohnt von mehreren Leuten vom Projekt; auch das Designbüro daß das neue Aussehen entworfen hatte war dabei.
Bildseite erster Fahrt
gelber 6021
Aber nicht nur technische Sachen waren an der Tagesordnung. Die Fahrer die in Houten mit dem 6021 fahren würden, sollten Fahrschule machen. Diese Fahrten fanden statt auf dem Trajektabschnitt Depot Lijsterbesstraat - Wendeschleife Bohemen; wegen des breiteren Profils des 6021 könnte er nur dort fahren.
Bildseite
Fahrschule mit 6021
Letztendlich war der 6021 dann fertig für Einsatz in Houten. Aus Hannover wurden Drehgestelle mit dem richtigen Radreifenprofil (geeignet für das holländische Eisenbahnnetz) abgeschickt. Als die unter dem 6021 montiert waren, konnte der nicht mehr auf dem Haagener Straßenbahnnetz fahren. Für den Transport nach Houten wurde der 6021 auf Achsbruchwagen gestellt und nach dem Aufladepunkt geschleppt. Dies fand statt in der nacht vom 21. auf 22. Dezember 2000 bei minus 3 Grad Celcius.
Bildseite
Transport 6021
Ab 8. Januar 2001 fuhr der 6021 mit Passagieren in Houten.
Bildseite
6021 in Houten
Nachdem der 6016 (s.u.) fertig war für Einsatz in Houten kehrte der 6021 zurück nach Den Haag um wie der 6016 mit einem Downchopper ausgerüstet zu werden. Gleichzeitig wurde der Wagen gewartet und neu lackiert. Nach Abschluß dieser Arbeiten gab's auf dem NS-Gelände in Leidschendam (in de Nahe von Den Haag) wieder Fahrschule. Danach machte der 6021 einen kurzen Ausflug im Süden des Landes für einige nächtliche Probefahrten dort. Anschließend wurde der 6021 wieder nach Houten gebracht, wo er den 6016 ablöste.
Bildseite 6021
in Leidschendam



Um in Houten weniger abhängig zu sein von nur einem Wagen, wurde in Hannover einen zweiten Stadtbahnwagen gekauft, der 6016. Obwohl der eigenlich als erster in Houten fahren sollte, war er nicht zeitgerecht einsatzfähig und wurde der 6021 nach Houten abgeschickt. 2. Teil:
6016
In der Nacht vom 6. auf 7. Februar 2001 traf der 6016 ein in Den Haag. Dieser Wagen war schon in Hannover gelb lackiert.
Bildseite
Ankunft 6016

In der HTM Zentralwerkstatt wurde beim 6016 einen sog. Downchopper eingebaut, der die Eisenbahn-Fahrdrahtspannung von 1500 Volt reduziert auf 750 Volt.

Am 15. und 16. März 2001 wurden Probefahrten gemacht auf dem inzwischen bekannten Trajektabschnitt Depot Lijsterbesstraat - Wendeschleife Bohemen. Während dieser Fahrten wurden Messungen gemacht und am 16. April wurde auch der Downchopper eingeschaltet. Weil auf dem Haagener Straßenbahnnetz nur 600 Volt vorhanden ist, wurde der Chopper so eingestellt daß der Fahrspannung 500 Volt betrug.


Bildseite Probefahrten
in Den Haag
Anfang April 2001 waren die Arbeiten in der HTM-Zentralwerkstatt beendet und wurde auch der 6016 von Drehgestelle mit Eisenbahn-Radreifenprofil versehen. In der Nacht vom 5. auf 6. April wurde der 6016 übermittelt zum NS-Gelände in Leidschendam, wo weitere Proben folgen wurden. In Woche 15 wurden Probefahrten gemacht auf dem Leidschendamer NS-Gelände.
Bildseite Probefahrten
in Leidschendam
Am Sonntag 22. April 2001 wurden erstmalig Probefahrten gemacht auf dem Trajektabschnitt Leidschendam - Rotterdam Hofplein, Teil einer NS-Nebenstrecke zwischen Den Haag und Rotterdam. Der erste Fahrt um 09:20 Uhr entfiel. Der zweite Fahrt fuhr etwas zu spät ab und reichte nicht weiter als Rotterdam Kleiweg. Danach machte der 6016 noch vier Fahrten. Am Sonntag 27. Mai wurden wieder zwei Probefahrten gemacht auf der Hofpleinstrecke. Beide starteten ab dem NS-Gelände Leidschendam und reichten bis Rotterdam Bergweg. Zwischen den Bahnhöfen Berkel en Rodenrijs en Pijnacker wurden Notbremsproben mit Hilfe einer Magnete gemacht.
Bildseite Probefahrten
Hofpleinstrecke
Nach Abrundung der Proben rund Leidschendam wurde der 6016 nach Houten übermittelt, wo der 6021 abgelöst wurde. Der 6016 hat dort längere Zeit gefahren, mußte jedoch wegen technischen Mangel am 18. Januar 2002 wieder vom 6021 abgelöst werden.
Bildseite
6016 in Houten

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